Tief in den zerklüfteten Gebirgen Karshars leben die Wyvern – mächtige, wilde Geschöpfe. Seit Generationen verbindet die karsharische Magie Menschen und Wyvern miteinander und macht es möglich, dass ausgewählte Reiter eine Verbindung zu ihnen aufbauen.
Doch ein Wyvern gehört nur seltem einem Menschen.
Die Verbindung entsteht durch Magie, aber ihre Tiefe bestimmt allein der Wyvern.
Mehrere Reiter können eine Verbindung zu demselben Wyvern eingehen. Während manche Bindungen kaum über die gemeinsame Beherrschung des Tieres hinausreichen, können andere zu einer tiefen magischen Verbindung werden, in der Reiter und Wyvern die Gefühle, Empfindungen oder sogar die Gedanken des jeweils anderen wahrnehmen.
Ein Reiter mag versuchen, die Magie zu erzwingen – Doch vertrauen lässt sich nicht erzwingen.
Und wer glaubt, einen Wyvern zu beherrschen, hat vielleicht nie verstanden, was es bedeutet, von einem erwählt zu werden.
Ein Schattengeist entsteht nicht von allein. Er wird erschaffen – mit Herzblut und Leidenschaft.
Ist er erst einmal erwacht, wird er Freude und Fluch zugleich. Neugierig wie ein kleines Kind, das die Welt mit unvoreingenommenen Augen entdeckt, besitzt er Kräfte, deren wahres Ausmaß er selbst kaum begreift.
Er lernt. Er beobachtet. Er wächst.
Und vielleicht liegt genau darin seine größte Gefahr.
Denn ein Schattengeist ist kein Werkzeug und kein gewöhnlicher Begleiter. Er entwickelt seinen eigenen Willen, seine eigene Art, die Welt zu sehen – und eine Verbindung, die tiefer reichen kann, als man zunächst ahnt.
Wer einen Schattengeist einmal in sein Herz lässt, sollte sich gut überlegen, ob er ihn jemals wieder gehen lassen möchte.